Unterricht früher

Früher waren die Lehrer strenger. Sie warfen z.B. Schlüsselbunde und schlugen die Kinder. Die Eltern sagten auch nichts dazu, wenn die Kinder nach Hause kamen. Die Kinder mussten alle mit der rechten Hand schreiben, auch wenn sie eigentlich Linkshänder waren. In allen Schulen, auch in der Liborischule, gab es ganz andere Bücher. Sie waren in einer anderen Schrift geschrieben, nämlich in Sütterlinschrift. Die Klassenräume waren auch nicht so schön eingerichtet wie heute. Damit es die Kinder im Winter warm hatten, mussten sie Briketts mitbringen. Die wurden dann von der Lehrerin oder dem Lehrer eingesammelt und in einen Ofen gelegt. Damals lernten die Kinder noch nicht Englisch. Sie hatten Fächer wie Religion, Rechnen, Lesen Schreiben, Schönschreiben, Handarbeit für die Mädchen und Werken für die Jungen.

Wenn ein Lehrer hereinkam, mussten die Kinder aufstehen und ihn begrüßen. Wenn man etwas im Unterricht sagen wollte, musste man sich melden und warten, bis man drangenommen wurde. Dann musste man aufstehen und warten, bis der Lehrer “setzen“ gesagt hatte. Man hatte keine Tische und Stühle, sondern Schulbänke. Diese zeigten alle nach vorne. Eine Hälfte war für die Jungen, die andere für die Mädchen. Am Anfang schrieben alle Kinder mit Griffeln auf Schiefertafeln, ältere Schüler schrieben mit Federhalter und Tinte. In den Klassen standen Wasserbehälter, damit die Kinder ihren Tafellappen anfeuchten konnten. In den Klassen waren oft 40 und mehr Kinder.

Laura Juric,
Klasse 4A/2009

Bild entnommen aus "Kinderheimat", ein Lesebüchlein für kleine Leute/Crüwell Dortmund

Bild entnommen aus „Kinderheimat“, ein Lesebüchlein für kleine Leute/Crüwell Dortmund

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